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Herbert Lippert Biographie
Der Künstler, Der Maler, Der Tenor - Eine Zeitreise zum Universalkünstler

In den nächsten Abschnitten wirst Du mehr über mich als Maler, Tenor, Opernsänger und meine Geschichte zum Universalkünstler erfahren. Ich erzähle Dir hier in meiner Biographie alles über meine Ausbildung, meine ersten Erfahrungen als Sänger und Tenor bis hin zu meiner Erfahrung als Mozarttenor. Ich erzähle Dir auch über meine Erfahrungen und meine Erfolge als Maler und meine letzten neuen Entwicklungen hin zum Universalkünstler. Viel Spass beim Lesen. Ich freue mich, wenn Du mich kontaktierst und in meinem Shop vorbeischaust.

DER BEGINN

Die Symbiose-Orgelbank des Großvaters und meine Musikalität - waren sicherlich der Beginn einer erstaunlichen Karriere als Universalkünstler.  Mein Platz war gewissermaßen neben dem Großvater, während er die Messen in der Kirche musikalisch zelebrierte. Lautstark mitgesungen und mitunter dirigiert, stand dem Wunsch, ein Wiener Sängerknabe zu werden, nichts mehr im Wege.

Im prächtigen Augarten-Palais wohnend und als einer der letzten Solisten von Ferdinand Grossmann ausgebildet, begannen meine musikalischen Höhepunkte als Solist der Wiener Sängerknaben-Aufnahmen mit Nikolaus Harnoncourt sowie dem Concentus Musicus für die Bachkantaten -Edition als Sopransolist, „Der Hirte“ in „Tannhäuser“ mit Sir Georg Solti und den Wiener Philharmonikern  (Decca Aufnahme), als auch der Vortrag von Franz Schuberts „Heidenröslein“ vor Ihrer Königlichen Hoheit Queen Elizabeth II. im Rahmen einer großen Englandtournee vollendeten den musikalischen Reigen.

Insbesondere aber die Konzerte mit der Wiener Hofmusikkapelle in der Wiener Hofburg zählten für uns Knaben, als Kulturbotschafter der Republik Österreich, zu den sonntäglichen musikalischen Sternstunden. 

 

Bedeutende Konzerttourneen, mitunter nach Amerika und Australien sowie Neuseeland, begründete die spätere Reiselust.

DIE AUSBILDUNG ZUM TENOR UND MALER

Die Entdeckung meines Maltalentes verdanke ich einem kreativen und innovativen Kunst–Professor aus meiner Schule in Oberösterreich. Die ersten professionellen Ausstellungen erfolgten schon in dieser turbulenten Gymnasialzeit. Die musikalische Weiterentwicklung nach der Zeit als Wiener Sängerknabe wurde anhand des Schulzweiges – musikpädagogisches Realgymnasium – intensiv fortgesetzt. Mit Georg Gershwins´ Klavierkonzert „Rhapsody in Blue“ wurde das Abitur seitens des musikalischen Sektors abgeschlossen.

Die Hochschule für Musik und darstellende Kunst als auch die Akademie der bildenden Künste waren die nächsten Zielpunkte. Das Studium Gesang bei Kammersängerin Hilde Rössl-Majdan, an der Angewandten bei Adolf Frohner. Das Studentenleben wurde in vollen Zügen genossen. Es wechselten sich Emphasen von Musik,- und Gesangsessions mit Mal-Events ab. Der Studieneifer hielt sich in Grenzen. Gemalt wird nebenbei, vorrangig aber waren kleiner Konzerte - als Pianist, Sänger, Gitarrist und Kabarettist, rund um Wien und im Sommer am geliebten Attersee.

Das Studium wird finanziert durch die Rückkehr als Erzieher bei den Wiener Sängerknaben, nach einem ruhmlosen Ende des Arbeitsverhältnisses als Präfekt der Wiener Sängerknaben kommt das Engagement als Tenor beim ORF–Rundfunkchor wie gerufen. Die ersten Vorstellungen als professioneller Chor-Sänger im Wiener Musikverein, im ORF, in den Konzerthäusern Wiens beziehungsweise in den Wiener Theatern und Opernhäuser festigen meinen Wunsch, wieder in die Welt des Sängers und Solisten einzutauchen. Nebenbei wird zur Sicherheit noch Musikpädagogik studiert, bei hervorragenden Professoren wie Heinz Kratochwil, Erwin Ortner und Uwe Harrer. Der Abschluss des Musikpädagogikstudiums - mit Auszeichnung -   bringt mich wieder zurück nach Oberösterreich, als Lehrer.

DIE ERSTEN ENGAGEMENTS

Mein erstes „Engagement“ entsprach nicht ganz dem eines Universalkünstlers - Musikschullehrer in der Musikschule in Wels, Oberösterreich. Obwohl der Beruf als Lehrer gemeinnützig sicherlich zu den fordernsten als auch schönsten Berufen gehört, war dieser Beruf offenkundig für mich nicht im Geringsten geeignet. Geduld, im Umgang mit Schülern – welchen Alters auch immer - gehörte nicht zu meinen Stärken. Ein weiterer Versuch sich als Musikschullehrer in Vöcklabruck, ebenfalls Oberösterreich, eine berufliche als auch familiäre Basis zu schaffen, wurde durch ein zufälliges Vorsingen und ein darauffolgendes Engagement im Opern-Studio der Wiener Staatsoper jäh unterbrochen. Egon Seefehlner, der damalige Direktor der Wiener Staatsoper, als auch die Leiterin des Opernstudios der Wiener Staatsoper, Kammersängerin Gerda Scheyrer, waren von meiner Stimme begeistert. Der erste Schritt zurück in das Sängerleben war getan.

Die Aufgaben eines jungen Tenors an der Wiener Staatsoper - als Mitglied des Opernstudios  - als auch die halbe Lehrerverpflichtung an der Musikschule in Vöcklabruck, quasi diese zweite berufliche „Symbiose“ meines Lebens samt erster Vaterschaft, könnte man natürlich schon als „Beginn des Universalkünstlers“ benennen, Fakt aber war, dass diese, sowohl zeitliche als auch räumliche, ortsgebundene Belastung dann doch alle Vorzüge in den Schatten stellte, sodass mein Engagement als Musikschullehrer sein Ende fand.

Eine große Aufmerksamkeit als junger Tenor wurde mir in dieser Zeit zuteil, so ich erste Engagements außerhalb der Wiener Staatsoper rasch vorweisen konnte, wie zum Beispiel ein Engagement beim Operettenfestival Bad Ischl unter dem damaligen 93-jährigen Leiter Prof. Eduard Macku, Zeitgenosse von Franz Lehár und Emmerich Kálmán und Robert Stolz. In der Operette von Fritz Kreislers „Sissy“ brillierte ich als Prinz Thurn und Taxis, neben dem „Kaiser“ von Alfons Haider und Kammerschauspielerin Marianne Schönauer.

Das erste Festengagement ergab sich an Stadttheater Lübeck als lyrischer Tenor. Unwissend, und voller Euphorie, zog die gesamte Familie nach Norden. Aus dem lyrischen Tenor wurde ein Allrounder. Quer durch die musikalische Galaxie der Opern und Operetten, vom Charakter-Tenor bis zum Buffo-Tenor bis hin zum lyrischen Tenor musste alles gesungen werden, tagtäglich. Ein Wahnsinn!

DER MOZARTTENOR

In dieser, doch fordernden Zeit, benötigte das Stadttheater Bregenz einen lyrischen Tenor für die Vorstellungen „Così fan tutte“. Kaum war die Premiere zu Ende, wurde mir am nächsten Tag – gleich nach der morgendlichen Dusche – eine Vorstellung „Zauberflöte“ an der Wiener Staatsoper angeboten. Einige Direktionsmitglieder der Wiener Staatsoper besuchten die vorangegangene Premiere, um sich über die Sopranistin der Vorstellung zu informieren – der Tenor wurde engagiert.

Einen Monat später stand ich wieder auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Dieses Mal aber als „Tamino“ in der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Das erste Ungemach entstand sofort nach der Vorstellung hinter dem Vorhang nach der Verbeugung, als der Direktor der Wiener Staatsoper, Eberhard Waechter und der damalige Generalsekretär Ioan Holender erfuhren, dass dies mein „erster“ Tamino war. Welche Frechheit! Noch nie gesungen! Und nicht kundgetan! Hätte ich sollen?

Erinnerlich ist mit nichts mehr von dieser Vorstellung, die ab diesem Zeitpunkt mein Leben veränderte. Wie in der Trance bin ich durch diese Vorstellung und Musik von Mozart durch gewandelt. Lediglich der Souffleur, oder besser gesagt Maestro suggeritore, ist mir noch in Erinnerung - István Cserján. Behutsam führte er mich durch die Vorstellung, sofort erkennend, dass diese Rolle des „Tamino“ noch nie durch meine Stimmbänder wandelte. Ein Genie!

„Die Wiener Staatsoper hat einen neuen MozartTenor. Einen Nachfolger von Anton Dermota und Waldemar Kmentt“. So stand es in den Zeitungen. Was? Mit diesen „heiligen“ Tenören der Wiener Staatsoper werde ich verglichen? Eine unglaubliche Euphorie und Glückseligkeit waren in den folgenden Wochen vorhanden, zumal der Direktor der Wiener Staatsoper, Eberhard Waechter, mir sofort nach der Vorstellung der „Zauberflöte“ – nach dem ersten Ungemach hinter der Bühne– in seinem Büro einen Vertrag als Mozart-Tenor vorlegte.

 

Ein Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper - ein Mozart-Tenor der Wiener Staatsoper. Rollen wir „Don Ottavio“ in „Don Giovanni“, „Belmonte“ in „Entführung aus dem Serail“, weitere „Taminos“ in der „Zauberflöte“ oder Richard Strauss Opern wie „Arabella“ und „Capriccio“ waren von nun an mein tägliches Brot. Zusammenarbeit mit den großen Tenorkollegen José Carreras, Gösta Winbergh, Plácido Domingo, Ben Heppner, Peter Seiffert oder Luciano Pavarotti wurden zur Normalität!                                                                               

Musikalische Höhepunkte in dieser frühen Staatsopernzeit waren die Begegnungen mit den großen Kapellmeistern und Dirigenten wie Horst Stein und Heinrich Hollreiser als auch den arrivierten Kammersängern des Hauses.

Es folgte ein unglaublicher Reigen an Engagements und Vorstellungen an den bedeutendsten Opernhäusern wie die Bayerische Staatsoper München, Royal Opera House Covent Garden, Scala die Milano, Palais Garnier Paris, Opéra Bastille Paris, Teatro Colón Buenos Aires, Salzburger Festspiele und vieles mehr.