Aquarell und Aquarellmalerei
von Herbert Lippert

Aquarellmalerei gilt als sehr beliebte Maltechnik. Sie ist rasch umzusetzen anhand der einfachen Utensilien – Papier, Wasser und Pinsel. Das Ergebnis ist sofort ersichtlich und ansprechend. Die Welt des Künstlers eröffnet sich unmittelbar.

 

Hier zeige ich Dir einen Überblick meiner Aquarelle und sämtlicher Zyklen.

 

Wissenswertes über das Thema Aquarellmalerei und Aquarelltechnik findest Du HIER in der Rubrik Anleitungen & Tipps.

 

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Aquarell
Anleitungen & Tipps

Was ist ein Aquarell (Aquarellbild)?

Natürlich ist jedem Anfänger, kunstaffinen Menschen bis hin zum perfekten Aquarellisten dieses Wort ein Begriff, zumindest hat man es schon mal gehört. Doch, was ein Aquarell oder ein Aquarellbild beziehungsweise die Aquarellmalerei nun genau ist, wie Bilder entstehen und welche Farben verwendet werden, wissen nur ganz wenige. Selbstverständlich sieht es jeder sofort. Das Aquarell besteht aus farbigen Wassern und aus Farbpigmenten.

Das Spannende an einem Aquarell ist der "natürliche" Farbverlauf und das Aufbringen der Farben. Das Besondere, sprich Wesentliche an der Aquarellmalerei ist, dass die wasserlöslichen Farben meist sehr dünn aufgetragen werden und dadurch nicht deckend sind. Wenn man intensive Farbflächen erreichen möchte, dann arbeitet man beim Aquarell in verschiedenen dünnen Schichten.

Generelle Tipps zu Aquarelle:

  • Weniger und Mehr
    • Man nimmt einfach weniger Flüssigkeit und mehr Aquarellfarbe.
       

  • Trocknung der Schichten
    • Jede einzelne Schicht muss erst vollständig trocknen, bevor die nächste aufgetragen wird - muss aber nicht sein ; dazu später (Stichwort: Nass in Nass Technik). Verwendet man diese Technik, kann es eine ganze Weile dauern, bis ein einzelnes Bild fertiggestellt wird.
       

Aquarelle sind Bilder, bei dem der Ausführende nicht deckende und wasserlösliche Farben benutzt. Der Name kommt von "Aqua" bedeutet im Lateinischen "Wasser". Die verwendete lasierende Farbe ist eine Mischung aus Farbpigmenten und einem Bindemittel wie Gummi Arabicum. Sie wird für ein Aquarell mit Wasser verdünnt und per Pinsel auf verschiedene Untergründe wie Papier (Aquarellpapier) und Pergament aufgebracht.

Herbert-Lippert - Aquarell - Winterreise - Im Dorfe

Wie malt man ein Aquarell?

Ein Aquarell malt man mit einem Pinsel, oft aus Rotmarderhaar.

Anleitung zum Malen eines Aquarellbildes:

  • Pinsel-Vorbereitung
    • Der trockene Pinsel wird befeuchtet.

  • Aufbringen von Farbe
    • Mit dem nassen Pinsel taucht man dann in die Aquarellfarbe (in die Künstler-Aquarellfarben, da sie mit intensiveren Pigmenten versehen sind) ein

    • Der Pinsel nimmt die Farbe satt auf - und man bringt diese Mischung aus Wasser und Farbton auf das Papier.

  • Skizze vorzeichnen
    • Wenn schon Skizzen am Papier vorhanden sind, ist es natürlich einfacher.

  • Das Malen
    • Der Pinsel wird beim Malen in verschiedenen Techniken geführt.

  • Die Techniken - Die Pinselbewegungen
    • Das Charakteristische der Kunst des Aquarells wird durch unterschiedliche Strichstärke, Tupfen und Drehbewegungen erzeugt.
       

Tipps zum Malen eines Aquarellbildes:

  • Aufbringen von Farben
    • Je schneller und rascher die Farben aufgebracht werden, desto mehr Möglichkeiten hat der Künstler

  • Farben Verschwimmen lassen
    • Erstens, die Farben ineinander verschwimmen zu lassen - da sie noch nass sind.

  • Improvisieren
    • Zweitens, man kann als Anfänger herrlich "improvisieren".

  • Tuben
    • Aquarellfarben in Tuben.
       

Der Künstlerbedarf im Handel ist hier bestens sortiert. Im Prinzip gibt es die Profi-Malkästen. Diese sind aufklappbar. Auf diesen aufklappbaren Untergrund kann man die Tuben beziehungsweise Tubenfarbe ausdrücken und den wassergetränkten Pinsel mit der gewählten Farbe (ähnlich der Ölfarbe - aber ohne Öl, ganz klar) vermischen.

Besonders in der Laviertechnik (siehe Absatz: Mit welcher Maltechnik malt man ein Aquarell?) sind die Farben in der Tube von Vorteil, da sie dicker ist als die Farben in den vorgesehenen kleinen Kästchen/ Näpfchen, die im Künstlerbedarf-Fachhandel erhältlich sind.

Heute wird auch mit Pinseln unterschiedlichster Dicke und Struktur aus synthetischem Material gemalt - gehören aber nicht zu meinen Favoriten.

Für großflächige Bilder ist es unter anderem einfacher, zur kompletten Befeuchtung des Papiers auf Borstenpinsel und Naturschwamm zurückzugreifen.

Tipps und Anleitung von mir zum Aquarellmalen:

  • Manchmal verwende ich anstatt des Pinsels auch des Öfteren Taschentücher, die ich ordentlich befeuchte, in die Tubenfarbe tauche und im Anschluss auf das fertige Aquarell hin und her ziehe. Hier entstehen interessante Farbtöne, so die meisten Farben noch im Trocknungsprozess sind und die Möglichkeit haben, sich mit der "Taschentuch-Farbe" zu verbinden. Das Taschentuch wird hier zum "anderen" Aquarellpinsel! Das sind dann die besonderen "Werke".

  • Wichtig: Improvisieren und Mut zur Farbe als auch Mut zum Farbspektrum macht das Aquarell zu einem ganz besonderen Bild in der Sammlung deiner Aquarellbilder.

Die Farbe Weiß ist mitunter die heikelste Komponente der Aquarellmalerei. So, man eine weiße Fläche im Bild haben möchte, muss man klarerweise auf eine Übermalung der gewünschten weißen Fläche verzichten. Sprich: man malt diese Fläche nicht an - man spricht von einer Negativtechnik.

Anfänger tun sich mit dieser Situation am Anfang schwer. Umdenken heißt die Devise!

Weitere Tipps zum Malen eines Aquarellbildes:

  • Entweder die Fläche, die man in Weiß am Ende haben will, vorher skizzieren - sprich mit Bleistift markieren (aber nicht zu kräftig, da man auf dem fertigen Aquarell die Bleistift-Skizzen nicht mehr wegradieren kann!) oder

  • man behandelt die weiße Fläche mit einem weißen Wachsmalstift, sodass die Aquarellfarbe keine Haftung auf dieser markierten Stelle hat, und somit weiß bleibt.

Aquarellfarben decken weniger als Ölfarben. Man malt von hell nach dunkel und in mehreren Schichten. Achtung: Auf die Trockenzeit der einzelnen Schichten achten, sonst begibt man sich auf die Spuren der Nass-in-Nass-Technik.

Aufgrund der kurzen Trockenzeit kann man gut mit mehreren Schichten arbeiten. Es ist wichtig, die neuen Schichten zügig aufzutragen, damit die darunterliegenden Farbschichten nicht wieder aufgelöst werden und nicht miteinander unkontrolliert verschwimmen. Aber gerade das ist ja im Prinzip das Spannende an der Aquarellmalerei.

Im Prinzip weiß man nie genau, was die Farben untereinander vorhaben. Welche Farbe, die überhandnimmt, welche Farbe wie und wohin verschwimmt.

Der Anfänger ist manchmal irritiert. Der Profi weiß letztendlich, wie er vorgeht. Welche Schichten zuerst gemalt werden müssen, wann welche Schicht trocknen muss, bevor eine neue Schicht "auf dem Wege ist".

Herbert Lippert - Aquarell - Winterliches Salzkammergut

Mit welcher Maltechnik malt man ein Aquarell?

In der Aquarellmalerei werden die unterschiedlichsten Techniken verwendet, die in der Kunst und Malerei auch nicht einheitlich benannt werden.

Drei Techniken der Aquarellmalerei sind maßgebend: 

  • Lasieren
  • Lavieren 
  • Granulieren

Diese drei Techniken erscheinen dem Anfänger etwas suspekt - es ist aber relativ "einfach"! Empfehlungen, welche Technik nun am besten und am sinnvollsten ist, sind nicht erforderlich. Jeglicher Übergang der Farben beziehungsweise der Farbtöne - von nass in nass, oder trocken in nass etc., muss erprobt und ertüftelt werden.

Gibt es Regeln bei der Aquarellmalerei?

Gibt es keine! Fakt ist: ausprobieren und immer der Blick auf die künstlerische Arbeit gerichtet. Bloß nicht nachfragen: was sagt mein Meister dazu. Was meint der Profi? Klar, es gibt für alles Regeln, auch für die Aquarell Malerei. Die zu erlernen, in einem Kurs oder im Rahmen eines Studiums schadet nicht.

Eine gewisse Grundkenntnis ebenso nicht - diese kann man sich relativ kurzfristig aneignen.

Tipp:

  • Selber ausprobieren und lernen. Wie sagt der Engländer: learning by doing!

Beim Lasieren wird auf eine getrocknete Farbschicht eine weitere Farbschicht aufgetragen, somit erhält man neue Farbnuancen und Farbschichten bei den Bildern.

Hier gilt wieder die Regel:

  • Zuerst die helle Farbe.

  • Dann immer dunklere Farben verwenden.

Lavieren heißt: Die Farben laufen nass ineinander – die berühmte und typische Technik der Aquarellmalerei - die Nass-in-Nass-Malerei.

Beim Granulieren wird die Farbe mit nur wenig Flüssigkeit verdünnt aufgetragen. Dabei dringt die Farbe nicht bis in alle Poren des Papiers, wodurch die Papierstruktur sichtbar wird. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit reinem Wasser diese Farbe so zu bearbeiten wie gewünscht.

Das heißt, der Pinsel wird ordentlich gesäubert und getrocknet, um dann nochmals Wasser aufzunehmen und auf die wenig verdünnte Farbe aufgebracht.

Welchen Maluntergrund nehme ich für ein Aquarell?

Der klassische Malgrund für die Aquarellmalerei ist ein spezielles Papier. Das heißt: gemalt wird auf speziellem Papier, das durch den hohen Anteil an Wasser beim Malen sehr dick und saugfähig sein muss. Diese Papiere wurden aus im 18. Jahrhundert entwickelt und gehen auf englische Papiere zurück. Glatte, raue und satinierte Aquarellpapiere sind besonders gut für die wasserbasierten Aquarellfarben geeignet.

Wichtig: Alles ausprobieren! Jeder ist Anders! Jeder malt anders! Das betrifft auch die Auswahl des Papiers. Ich persönlich bevorzuge ein glattes Papier, da die Farbe nicht sofort einzieht, länger in seiner nassen Konsistenz am Papier bleibt und daher besser verschwimmt.

Ich stelle auch das Bild manchmal auf den Kopf und drehe es, sodass die Farben untereinander richtig "unkontrolliert" verschwimmen können. Auch das macht Spaß. Doch man kann auch mit Aquarellfarbe auf Leinwand malen - mit der richtigen Grundierung.

Herbert Lippert - Aquarellmalerei - Steiermark

Wie grundiere ich eine Leinwand für die Aquarellmalerei?

Zuallererst: Was ist eine Leinwand! Leinen ist ein natürliches Gewebe, das aus Fasern der Lein - oder Flachspflanze gefertigt wird. Die Fasern werden durch ein aufwendiges und kompliziertes, langwieriges Verfahren aus den Stängeln der Pflanze gewonnen.

Um das Leinen für die Aquarellmalerei zu verwenden, muss die natürliche Leinwand (unbehandelt), unabhängig, ob aus Flachsfaser oder Baumwolle hergestellt, erst beschichtet werden.

Auch synthetische Fasern sind erhältlich und können für die Aquarelle verwendet werden. Ich selbst habe noch nie eine künstliche Faser ausprobiert. Im Prinzip wird das Leinen vorerst auf einen Keilrahmen aus Holz oder in einen Trägerrahmen aufgespannt.

Ursprünglich wurde Knochenleim zur Grundierung verwendet. Das besagte Heiligtum war die richtige Mischung aus Leim, Wasser und verschiedenes Material wie Kreide, Ei und Alaun. Jeder Künstler hat im Prinzip seine eigene Mischung, zumindest verschiedene Möglichkeiten die Leinwand zu präparieren. Es ist aufwendig und nicht immer ist der Erfolg sofort ersichtlich.

Hier gilt: Ausprobieren und Geduld! Besonders für Anfänger im Bereich "Grundierung" ist es eine Tüftelei. Aber die Auseinandersetzung mit dem Material "Leinen" und den Materialien für die Grundierung - ob für die Ölmalerei oder Aquarellmalerei - ist schon einen Versuch wert, da man sich hier auch von Grund auf mit der Materie beschäftigt.

Leinen und Aquarellpapier haben differente Oberflächenstruktur. Leinen stößt die Aquarellfarbe regelrecht ab. Sie haftet nicht wie bei der Ölmalerei, sondern perlt ab. Somit benötigt für das Malen mit Aquarellfarbe eine eigene Grundierung, die die Aquarellfarbe auf der Leinwand haften lässt.

Tipp:

  • Am einfachsten ist der Gang in einen Fachhandel für Künstlerbedarf. Dort findet man die richtigen Grundierungen im Speziellen für die Aquarellmalerei.

Welche Regeln werden bei der Grundierung angeboten?

Es werden in der Regel drei Varianten angeboten.

  • Eine feine Grundierung
  • Eine grobe Grundierung
  • Eine transparente, fertige Grundierung.

Mit dem Pinsel mehrere Schichten der Grundierung auftragen (geht auch mit einer kleinen Rolle). So die Grundierung mit Wasser verdünnt wird, sind mehrere Schichten notwendig.

Achtung: Jede Schicht muss, bevor die nächste Schicht aufgetragen wird, austrocknen! Eine weitere Möglichkeit wäre eine Grundierung mit Acrylfarbe, um hier eine Abtönung beziehungsweise den gewünschten farbigen Hintergrund zu erreichen.

Herbert Lippert - Aquarellbild - Italien

Was ist ein Aquarellpapier?

Aquarellpapier ist ein speziell für die Aquarellmalerei produziertes Papier, oft Büttenpapier. Je dicker, desto besser lässt es sich darauf malen und umso weniger wellt es sich nach dem Trocknen.

Wo kaufe ich ein Aquarellpapier?

Im Fachhandel oder gut sortierten Schreibwarengeschäft. Am einfachsten und besten kauft man einen Block. Hier sind die einzelnen Blätter in einem Block zusammengeklebt - rundum verklebt, lediglich eine Stelle zur Abtrennung bleibt offen.

Nach dem Bemalen des ersten Papiers kann man mit einem Brieföffner oder scharfen Messer das bemalte Blatt von den anderen Blättern trennen. Am besten nach der Trocknung.

Aquarellblöcke gibt es in verschiedenen Größen, allerdings nur bis zu einer bestimmten Größe. Bei großem Papier muss man auf Einzelblätter zurückgreifen. Diese gibt es in einzelnen Bögen. Man kann sich auch Blätter in den gewünschten Maßen zuschneiden lassen.

Einzelblätter werden beim Bemalen „aufgespannt“. Entweder auf einer dünnen Holzplatte oder Spannplatte, mithilfe eines Aquarellklebebandes oder wenn keines vorhanden, mit Wäscheklammern.

Es ist bei Aquarelle zu beachten, dass die Untergrundplatte etwas größer sein sollte wie das Papier, klar! Somit hat man die Möglichkeit, über den Rand hinaus zu malen.

Welche Farben nehme ich bei der Aquarellmalerei?

Aquarellfarben sind im Prinzip Wasserfarben. Aquarellfarben sind aber feiner als Wasserfarben, ebenso die Pigmentierung und dadurch transparenter. Erhältlich sind sie in kleinen Tuben oder Kästchen (wie Wasserfarben in der Schule).

Die sogenannten Primärfarben Rot, Gelb und Blau haben in der Aquarellmalerei eine große Bedeutung. Es gibt im Fachhandel natürlich fast alle Farbspektren zu erwerben, aber wer die Aquarellmalerei professionell betreibt, verwendet meistens die Primärfarben und mischt sich die gewünschten Farbtöne durch Lasieren selbst zusammen.

Im Bild gibt diese Technik den Farben einen strahlenden Glanz, der nicht durch die Mischung der Farben im Wasser zu erzielen ist. Das Wasser ist beim Aquarellmalen die entscheidende Komponente. Viel Wasser bedeutet zarte, durchscheinende Farben - die auch besser verschwimmen durch den hohen Wasseranteil, weniger Wasser bedeutet intensivere und deckende Farben.

Trotz allem bleibt der Effekt des Durchscheinens stets erhalten. Weiße Flächen werden beim Aquarellieren meist durch das Weglassen von Farbe erzeugt.

Herbert Lippert - Aquarellbild - Attersee Kammer Schörfling

Wie mischt man Aquarellfarben?

Am Anfang reichen einige Farben, da sie sich problemlos und in vielen Farbtönen mischen lassen. Allerdings ist die Aquarellmalerei eine "schnelle" Malerei. Je schneller der Farbauftrag, desto mehr Kreativität durch die Nass in Nass-Technik.

Somit ist es natürlich von Vorteil möglichst viele Farben in den verschiedensten Farbnuancen vor sich zu haben, um schnell und rasch mischen zu können.

Um ein Gefühl für das Mischverhalten zu bekommen, ist es wichtig dies zu üben, um sich mit den Materialien und den Farbspektren auseinanderzusetzen.

Wie zuvor erwähnt: Der Farbauftrag erfolgt von hell nach dunkel. Zu dunkel geratenen Farbtönen lassen sich nur schwer wieder aufhellen. Zur Not taucht man den Pinsel in klares Wasser und versucht am Papier die zu dunkle Stelle wieder aufzuhellen.

Tipps und Ideen:

  • Aufhellen
    • Im Anschluss die überschüssige Farbe statt des Pinsels mit Küchenrolle oder Taschentuch wieder aufhellen. Vorsicht: nicht rubbeln!

  • Mischung - Vorbereitung
    • Die Farben direkt in den Kästchen oder Näpfchen anmischen, sprich: Pinsel in Wasser tränken, mit dem Pinsel in das Näpfchen und so lange mischen, bis man die gewünschte Dichte der Farbe erreicht hat.

  • Mischung - Malen
    • Je weniger Wasser, desto mehr Dichte beziehungsweise Farbe ist am Papier ersichtlich. Je mehr Wasser und weniger Farbe, desto transparenter ist die Farbe. Hier auch wieder wichtig: welches Papier!

Meine ersten Versuche habe ich in der Schule auf normalen Papier (Kopierpapier) begonnen. Das hat sich sofort gewellt, sodass ich dazu übergegangen bin, das Papier unter den Wasserhahn zu halten, um ein durchtränktes "Etwas" zu erhalten. Auf diesem habe ich dann - mit wenig Wasser, aber dicken Tubenfarbe - meine ersten Versuche gestartet. Nach der Trocknung wurde ein Stapel Schulbücher zum Glätten verwendet.

Wichtig: Gute Materialien. Sei es das Papier, die Farben oder der Pinsel, sicher, weniger tut es auch, aber von den professionellen Ergebnissen möchte man dann auch profitieren. Es soll ja im Endeffekt auch gefallen! Wer will schon ein leicht gewelltes, arm an Farben und Farbschattierungen und mit miesem Farbspektrum eingerahmtes Bild im Wohnzimmer hängen haben.

Mit welcher Maltechnik kann ich malen?

Es gibt viele Arten bei der Aquarell Bildern zu malen und zu zeichnen. Jede Technik hat ihre eigenen Besonderheiten und auch ihre eigenen Schwierigkeiten. Welche Technik die persönliche Lieblingstechnik wird, lässt sich am besten durch Ausprobieren herausfinden.

Welche sind die wichtigsten Techniken bei Aquarellen?

  • Lasieren-Technik
    • Das Lasieren, bei dem die Farbe in vielen dünnen Schichten aufgetragen wird.

  • Verlauftechnik
    • Weitere oft verwendete Techniken sind die Verlauftechnik

  • Nass-in-Nass Technik - Lavieren
    • Die Nass-in-Nass-Technik, die oft unter dem Begriff Lavieren zusammengefasst sind.

Für besondere Effekte (zum Beispiel bei Blumen) können Wischtechniken oder die Kombination von Aquarellfarben und verschiedenen anderen Zeichentechniken angewandt werden. Auch Wachs oder Klebestreifen können verwendet werden, um bestimmte Blattpartien abzudecken.

Herbert Lippert - Aquarell - Aquarellfarben - Fauna Die Krähe

Was ist der Unterschied zwischen Aquarellfarben und Wassermalfarben?

Wasserfarben sind von der Qualitätsstandard deshalb minderwertiger, da sie weniger pigmentiert sind als Aquarellfarben, das heißt, hier wird an den Farbpigmenten gespart. Deswegen sind sie nicht so farbintensiv und strahlend wie Aquarellfarben.

Wie lange muss ein Aquarell trocknen?

Ein Aquarell trocknet rasant. Das hat den Vorteil, dass man rasch ein fertiges Bild in der Hand halten kann. Allerdings bedeutet das auch, dass nachträgliche Änderungen nur schwierig umsetzbar sind.

Im Prinzip kommt es auf die verwendete Maltechnik an - nass in nass dauert unter anderem länger. Im Allgemeinen trocknet ein Aquarell nach einer Stunde aus.